Studie zur digitalen Transformation: HR & Management überschätzen ihre Fähigkeiten

Heute ist der Transformationswerk Report 2016 (#TWR16), die gemeinsame Studie von doubleYUU (@doubleYUU) und neuwaerts (@neuwaerts_de) zur digitalen Transformation in Deutschland mit einer Stichprobe von 1.060 Personen, erschienen. Ein Blick in die Ergebnisse der ersten branchen- und bereichsübergreifenden Studie zu diesem Thema liefert wichtige Erkenntnisse zur Rolle von HR!

In 12 den Studienergebnissen vorangestellten Leitgedanken setzen sich ausgewählte Vordenker mit der Digitalisierung auseinander und formulieren interessante wie auch provokante Thesen „Digitale Transformation ist in erster Linie Kulturwandel“, sagt bspw. Stephan Grabmeier, Chief Innovation Evangelist bei der Haufe-Umantis AG, während Lars Vollmer, Mitgründer von intrinsify.me die digitale Transformation als „verpunktnullte Hoffnung“ kritisch hinterfragt.

Manager brauchen heute ein breites Verständnis für die Funktionsweise und effektive Kombination verschiedener Organisationsformen, agiler Methoden und digitaler Technologien. Nur dann werden sie in der Lage sein, ihr Unternehmen modern zu entwickeln und Mitarbeiter zu Gestaltern des Wandels zu machen. Dann gelingt die digitale Transformation.

Stephan Grabmeier (@trill_stephan)

Harald Schirmer, Manager Digital Transformation & Change bei der Continental AG, betont dabei auch explizit die Rolle von HR als Bindeglied zwischen Technik und Mensch und Gestalter des zukünftigen Arbeitsumfelds.

HR sollte im persönlichen Kontakt Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildungskonzepte finden sowie individuell (an deren Lebenswirklichkeit) angepasste Arbeitsverhältnisse ermöglichen.

Harald Schirmer (@haraldschirmer)

Die zentralen Aussagen der Studie über alle betrachteten Bereiche (Unternehmensführung, IT, Marketing und HR) lauten wie folgt:

  1. Die Digitalisierung ist im Top-Management angekommen – dies überschätzt jedoch seine digitalen Kompetenzen.
  2. In Bezug auf die digitale Transformation der Wirtschaft ziehen das Management und die einzelnen Unternehmensbereiche noch nicht an einem Strang.
  3. Obwohl mit „Sicherung der Zukunftsfähigkeit“ und „Steigerung der Kundenzufriedenheit“ Einigkeit über die Ziele besteht, fehlt es noch an wirksamen Strategien zur Umsetzung der Digitalisierung.
  4. Eine stärkere Vernetzung der übrigen Bereiche untereinander ist notwendig, wenn die digitale Transformation erfolgreich gelingen soll.
  5. Der Personalbereich ist am wenigsten in die digitale Vernetzung eingebunden und sieht sich auch am wenigsten von allen Bereichen in einer aktiven Treiberrolle.

Letztere Erkenntnis ist vor allem erschreckend, wenn man berücksichtigt, welche Rolle HR zuvor zugesprochen wurde: Mitarbeiter zu Gestaltern des Wandels zu machen und die notwendigen Rahmenbedingungen für die Arbeitswelt von morgen zu gestalten!


Die zentralen Ergebnisse in Bezug auf HR werden in der folgenden Infografik (Quelle: Transformationswerk Report 2016, S. 49) zusammengefasst:

Unbenannt

Für HR bestehen somit folgende Handlungsfelder, um für die digitale Transformation gerüstet zu sein:

  1. Unternehmensebene: (Mit-)Entwicklung einer klaren (Transformations-)Strategie als Orientierung für die Mitarbeiter
  2. Bereichsübergreifend: Stärkere digitale Vernetzung mit den anderen Bereichen
  3. Im eigenen (Personal-)Bereich: Vorantreiben der Digitalisierung von Arbeitsprozessen sowie digitaler Kommunikation und insb. auch Kompetenz

Mehr möchte ich jetzt gar nicht vorwegnehmen, sondern eher Lust auf die Lektüre der Studie machen! Zum Download der Ergebnisse geht es hier: http://www.transformationswerk.de/Studie

Werfen Sie gerne auch einen Blick in meinen Blog-Post „(New) Work in Progress… – quo vadis, HR?“ über die Rolle von HR bei der Gestaltung der „Arbeitswelt 4.0“.


Quelle des Artikelbilds: shutterstock

ein Kommentar

  1. […] neuwaerts und doubleyuu (eine Zusammenfassung der Ergebnisse mit Blick auf HR habe ich hier gepostet) hat gezeigt, dass der HR-Bereich ein enormes Nachholpotenzial bzgl. der Entwicklung einer […]

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