Zu Besuch beim „HR-Doppelpass“ 2017 in Berlin – Mein Bericht vom Netzwerk-Tiki-Taka der DGFP

„In Führung gehen – Was wir vom Profifußball lernen können“ – unter diesem Motto fand am letzten Wochenende in Berlin der „HR-Doppelpass“, das Netzwerk-Tiki-Taka der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP), statt. Vorweg: Eine klasse HR-(Netzwerk)-Veranstaltung, die ich jedem – auch nicht fußballinteressierten – Personaler empfehlen kann.

Das Rahmenprogramm bestand aus zwei äußerst kurzweiligen Vorträgen. Anhand von spannenden und interessanten Beispielen aus der Welt des Fußballs erläuterte Prof. Dr. Ralf Lanwehr, Professor für internationales Management an der Fachhochschule Südwestfalen,

  • Möglichkeiten und Grenzen von People Analytics in der HR-Arbeit
  • erfolgreiche Führungsmodelle als Kombination transaktionaler und transformationaler Führung

People Analytics erlauben bessere Entscheidungen


So wird beispielsweise über die Ermittlung und Auswertung von Big Data im sogenannten „Footbonaut“ ermittelt, welcher Spieler anhand von Reaktionszeit und Trefferquote für welche Position geeignet ist. Fehlentscheidungen, die darauf beruhen, alle Spieler anhand derselben Kriterien zu bewerten, können dadurch verhindert werden. Ein interessanter Gedanke, diesen Ansatz zur Kompetenzmessung noch stärker als bisher auf die HR-Praxis zu übertragen, sodass diagnostische Instrumente, eine höhere (weil stärker positionsgetreue) prognostische Validität erlauben würden.

Anhand von Spielstatistiken, wie bspw. denen des WM-Halbfinals 2014, das Deutschland gegen Brasilien bekanntermaßen mit 7:1 gewinnen konnte, wurde gezeigt, dass die reine Datenlage nur wenig über den tatsächlichen Erfolg aussagt. So landen auch beim Fußball ellenlange Berichte, die nur aus der Zusammenstellung von Daten bestehen – ohne diese jedoch zu interpretieren und in einen sinnvollen Zusammenhang zu stellen – häufig in der „Ablage P“. Das kennen wir nur zu gut aus den Unternehmen: Auch hier gelten für wenig aufschlussreiche Analyseberichte zu oft die „3 Gs“: Gelesen – Gelacht – Gelocht… Wenn HR also einen wirklichen Wertbeitrag leisten will, müssen aus den bestehenden Datenpools mit Hilfe gezielter Big Data-Analysen sinnvolle People-Insights generiert werden.


Erfolgreiche Führung muss ganzheitlicher gedacht und der Führungsstil situativ variabel angepasst werden


Foto 22.04.17, 13 56 18In der „2. Halbzeit“ seines Vortrags sprach Prof. Dr. Ralf Landwehr anschließend über ein Modell ganzheitlicher Führung, mit dem sich im Spannungsverhältnis von Flexibilität und Stabilität sowie Innen- und Außenfokus in Bezug auf das Team Innovationen, Ergebnisse, Mitarbeiterförderung und das Vorleben von Werten noch wirksamer realisieren lassen. Wie auch zuvor gab es hier wieder praktische Beispiele aus der Welt des Rasenballsports, mit dem die unterschiedlichen Führungsrollen und -stile lebhaft illustriert wurden.

Zudem war der HR-Doppelpass auch eine tolle Gelegenheit, viele alte Bekannte aus der HR-Bloggerszene zu treffen, auf dem Sitzplatz neben Robindro Snapchat-Erfahrungen zu sammeln und auch einige neue Kontakt zu knüpfen.

Neben dem auf HR-Analytics und Big Data spezialisierten Unternehmen HR-Forecast, das eine Virtual Reality Umgebung vorstellte, in der sich aufbereitete Big Data-Analysen ansehen lassen, habe ich auch spannende Gespräche mit den Gründern von JobPal führen können, die sich auf HR-ChatBots spezialisiert haben. Zudem wurde die Veranstaltung von cobrainer unterstützt, einer Plattform, die Unternehmen dabei hilft, Expertise und Wissenslücken in der eigenen Organisation zu erkennen.

Foto 22.04.17, 15 27 39Fußball gab es natürlich auch noch 😉 Vor etwa 42.000 Zuschauern gewann Hertha BSC gegen den VfL Wolfsburg mit 1:0 – sodass am Ende einer rundum gelungenen Veranstaltung auch noch die 3 im Kampf ums europäische Geschäft so wichtigen Punkte in der Hauptstadt blieben. Ich bin schon gespannt auf die nächsten tollen Veranstaltungen und danke der DGFP, insbesondere Katharina Heuer (@HeuerKatharina) und dem Organisator Jess Koch (@HR_KOCH) noch einmal herzlich für den kurzweiligen Nachmittag…

2 Kommentare

  1. […] die Veritas AG aus Gelnhausen gedacht. Hier fuhr ich neulich mit dem ICE auf dem Weg zum HR Doppelpass in Berlin vorbei (eine grandiose Veranstaltung übrigens!) und sah den Banner nur noch aus dem Augenwinkel. […]

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