„Start-up HR“ – Interview mit Ignaz Forstmeier von Personio über wertschöpfende HR-Arbeit

HR-Start-ups bringen derzeit viel frischen Wind in die Personal-Szene. In dieser Interviewreihe werden einige innovative Lösungen vorgestellt, die dafür sorgen sollen, dass die Personalarbeit in Zeiten der Digitalisierung noch einfacher, effektiver und effizienter wird. In meiner Interviewreihe „Start-up HR“ spreche ich heute mit Ignaz Forstmeier von Personio. Personio bietet seinen Kunden eine Software, mit der sämtliche Personalprozesse übersichtlich und schnell gemanagt werden können.

Was ist die Idee hinter Eurem Start-up und was war Deine ganz persönliche Motivation, mit der Du das Unternehmen (mit-)gegründet hast?

Die Idee hinter Personio war, sämtliche Personalprozesse kleiner und mittlerer Unternehmen mit einer simplen Software zu verwalten und dabei den deutschen Standards in punkto Datenschutz gerecht zu werden.


Alle HR-Prozesse übersichtlich und schnell zu managen spart Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten


Ich persönlich habe einige Zeit in Startups verbracht, die bereits existierende Produkte und Dienstleistungen in leicht abgeänderter Form erneut an den Markt gebracht und damit nicht wirklich ein relevantes Problem gelöst haben. Als Mitarbeiter in schnell wachsenden Unternehmen habe ich selbst erlebt, dass Verwaltungsprozesse im Personalwesen oft noch mit endlosen E-Mail-Dialogen, Excel-Tabellen und Papier-Formularen durchgeführt werden und unnötig viel Zeit in Anspruch nehmen. Personio vereint alle Personalprozesse von Bewerbermanagement bis Urlaubsverwaltung in einer Software und macht diese dadurch schneller und übersichtlicher. Die gesparte Zeit können HR Manager in wichtigere Tätigkeiten investieren.

Wir lösen also ein ganz konkretes Problem, das – böse gesagt – nicht erst erfunden werden muss und helfen Menschen bei ihrer täglichen Arbeit.

Welchen konkreten „Need“ Eurer Kunden sprecht Ihr an und welchen strategischen und operativen Mehrwert bietet Ihr Euren Kunden?

Ein wesentlicher Mehrwert von Personio besteht in der Zeiteinsparung bei administrativen Tätigkeiten, der Freiraum für mehr strategische Personalarbeit und persönlichen Austausch mit den Mitarbeitern schafft. Zudem erhöht Personio die Geschwindigkeit und Qualität, mit der Anträge von Mitarbeitern und Anfragen der Geschäftsführung an die Personalabteilung bearbeitet werden können – und damit deren Zufriedenheit. “Employee Self Service” ist hier das entscheidende Stichwort.

Letztlich macht unser Applicant Tracking System (ATS) auch den Recruiting-Prozess transparenter und strukturierter, was langfristig zu besseren und objektiveren Entscheidungen bei der Personalauswahl führt.


Neue EU-Datenschutzgrundverordnung als zentrale Herausforderung für HR-Verantwortliche


Was genau unterscheidet Euch von anderen Anbietern auf dem Markt?

Viele IT-Lösungen decken einzelne Personalprozesse wie Fehlzeitenverwaltung oder Bewerbermanagement ab. In Summe führen diese “Insellösungen” zu Intransparenz und aufwändiger Datenpflege – Mitarbeiterinformationen sind über mehrere Tabellen verteilt. Personio bündelt den gesamten Mitarbeiter-Lifecycle von der Stellenausschreibung über die Bewerberauswahl bis zu Personalverwaltung und -entwicklung in einer Lösung. Dadurch behält man den Überblick und findet alle Informationen an einer Stelle.

Screenshot Personio neues design

Außerdem gleicht kein Unternehmen dem anderen und gerade bei Personalprozessen sind Besonderheiten die Regel. Personio lässt sich anders als viele Wettbewerber mit wenigen Klicks und ohne IT-Unterstützung an das jeweilige Unternehmen anpassen und bildet dabei auch komplexere Organisationsstrukturen ab. Diese Flexibilität gibt es sonst nur bei kostspieliger Individualsoftware.

Abschließend noch ein Faktor, der im Hinblick auf die Datenschutzgrundverordnung 2018 immer wichtiger wird: Wir betreiben Personio ausschließlich auf ISO-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland und unterziehen uns regelmäßiger Kontrollen durch unseren Datenschutzbeauftragten.

Was sind in der Praxis konkrete Einsatzzwecke/Use Cases für Euer Produkt? Kannst Du dazu eine kurze Success Story beschreiben?

Die Beweggründe unserer Kunden bei der Einführung von Personio sind vielfältig. Ihnen zugrunde liegt fast immer das Bedürfnis nach mehr Übersicht und Effizienz bei allen Personalprozessen und Mitarbeiterinformationen. Konkrete Success Stories mit Kunden aus verschiedenen Industrien veröffentlichen wir hier.


Der gesamte „Employee Lifecycle“ in einem Tool – einfach per Web nutzbar gemacht


Welche Voraussetzungen muss ich als Unternehmen schaffen, um Euer Produkt/Eure Leistung gezielt einsetzen zu können? Welche Fallstricke lauern Deiner Erfahrung nach in der Praxis und wie können diese gelöst werden?

Produktscreenshot 2Aus technischer Sicht braucht man für die Nutzung von Personio lediglich einen einfachen Web Browser und ein eigenes E-Mail Konto. Neben der Personalabteilung können so auch andere Mitarbeiter und Vorgesetzte nach Bedarf zu Personio eingeladen und in Personalprozesse wie die Beantragung von Urlaub oder das Abrufen von Auswertungen einbezogen werden. Aufgrund des großen Funktionsumfangs empfiehlt es sich, vor dem Kauf eine Liste mit ganz konkreten Use Cases und (HR-)Rollen im Unternehmen anzufertigen. Bsp.: „Recruiter muss Ausschreibungen in mehreren Sprachen verfassen…“ Auch hilft es, die eigene Organisationsstruktur samt Berechtigungen (Wer darf welche Informationen sehen und bearbeiten) genau zu verstehen, damit diese von Anfang an richtig in Personio abgebildet werden kann.


Links zum Weiterlesen


Über Ignaz Forstmeier

Ignaz Forstmeier PersonioDas Personio-Team aus München entwickelt ganzheitliche Software für Personalverwaltung und Bewerbermanagement für Unternehmen von 10 bis 1000 Mitarbeitern. In Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen bereits über 400 Kunden auf die Lösung. Ignaz Forstmeier ist Mitgründer von Personio und für Marketing verantwortlich. Vor Personio war er bei Rocket Internet in Berlin in verschiedenen Online Marketing Funktionen tätig. In seiner Freizeit spielt er gerne Klavier oder erkundet München mit dem Elektroroller, den alle Personio Mitarbeiter als umweltfreundlichen “Geschäftswagen” erhalten.

Homepage: www.personio.de|  Twitter: @PersonioHR


Quelle des Artikelbilds: Personio

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